Dies ist das letzte Schreibstück dieses Jahres.
Weihnachten liegt hinter uns.
Ich hoffe, Sie haben gut gespeist und das erhalten, was Ihnen zusteht.
Das Jahr ist fast vorüber.
Schneller, als ich es gedacht hätte. Manche Entwicklungen kündigen sich nicht an – sie ergeben sich.
Zu Beginn dieses Jahres hätte ich nicht erwartet, eine Online-Kolumne zu schreiben.
Und doch wirkt es rückblickend folgerichtig, nicht überraschend.
Gegen Ende des Jahres hat sich mein Blick verengt – im besten Sinn. Weniger Geräte, weniger Ablenkung, weniger Dauerverfügbarkeit. Ein altmodisches Telefon genügt nun für den Alltag; das Smartphone bleibt der Arbeit vorbehalten.
Auch Gewohnheiten lassen sich ordnen.
Zwischen den Feiertagen liegt eine besondere Klarheit.
Man schließt ab, was offen geblieben ist.
Nicht aus Eile, sondern aus Ordnungssinn.
Nicht alles, was ein Jahr bereithält, muss bewahrt werden.
Und nicht alles, was endet, verlangt nach Erklärung.
Zum Jahreswechsel halten wir an unserer Familientradition fest:
frittierte Käseteigtaschen, ein Gurkensalat und dazu ein muskatierter Traubensaft mit Kohlensäure.
und zum Abschluss ein Mousse au Chocolat.
Ob wir bis Mitternacht durchhalten, ist fraglich.
Disziplin verlangt gelegentlich auch, rechtzeitig die Augen zu schließen.
Wie dem auch sei:
Ich wünsche Ihnen einen guten Übergang ins neue Jahr.
Und bewahren Sie Haltung.
Dieses Jahr darf gehen.
— 𝓛𝓪𝓿𝓲𝓷 𝓒𝓵𝓪𝓼𝓼𝔂